Know-how | Studioeinrichtung

14.11.2017 09:00

Know-how | Studioeinrichtung


In diesem Know-how-Blog finden Sie aus drei Studio-Varianten das Richtige für Ihren Anspruch. Zudem zeigen wir Ihnen am Ende dieses Beitrages spannende Produkte für Ihr Reich der Fotografie.


Für Einsteiger  Einsteiger

Die Lichtbox ist die einfachste Möglichkeit, Produkte gut und gleichmässig auszuleuchten. Sie ist günstig, schnell aufgebaut und braucht nur wenig Platz. Die Lichter – meist LEDs – sind fix eingebaut und sorgen für eine homogene Ausleuchtung. Das eignet sich perfekt für kleine Webshops, private Internetauktionen oder Katalogisierungen. Der grosse Vorteil: Die Bilder sind immer genau gleich beleuchtet und präsentieren sich in der Serie konsistent. Lichtboxen gibt es zum Teil sogar mit Greenscreen und Apps, die das Objekt automatisch freistellen.

Die Einfachheit und die homogene Ausleuchtung können gleichzeitig auch der grösste Nachteil von Lichtboxen darstellen: Das Licht und der Hintergrund können nur minimal verändert werden. Ein stimmungsvolles oder zielgerichtetes Licht ist nicht möglich. Es ist deshalb schwierig, feine Strukturen und Texturen zu reproduzieren. Auch die Grösse der Objekte und der Aufnahmewinkel sind beschränkt. Wer mehr Kontrolle und individuelle Möglichkeiten möchte, sollte deshalb lieber zum nächsten Setup greifen.


 

Für Ambitionierte  

Advanced

Mehr Möglichkeiten als eine fixfertige Lichtbox bieten Lichtzelte mit separaten Lichtquellen. Dies können entweder Blitz- oder Dauerlichter sein. Mit letzteren sieht man bereits vor der Aufnahme, wie das Bild aussehen wird. Dafür bieten Blitze einen viel grösseren und feineren Regelbereich, mehr Power und können auch für andere Zwecke eingesetzt werden. 

Ein solche modulares System lässt deutlich mehr Variationen in der Lichtgestaltung zu und kann einfach erweitert oder auch mal ohne Zelt verwendet werden. Das ist zum Beispiel für Food-Blogger interessant, die ihre Produkte auch mal auf einem schönen Tisch fotografieren möchten. Dank der künstlichen Lichtquelle sind sie dabei nicht vom Umgebungslicht abhängig, sondern können die verschiedenen Lichtstimmungen immer und überall reproduzieren. Dank des Lichtzelts braucht es keine zusätzlichen Modifikatoren wie Softboxen. Das ist gleichzeitig auch ein Nachteil: Das Licht lässt sich im Lichtzelt nur beschränkt kontrollieren. Für sehr feine und gezielte Ausleuchtungen ist deshalb das letzte Setup besser geeignet.
 


 

Für Anspruchsvolle  Pro

Wer die totale Kontrolle über sein Licht möchte, kommt um ein professionelles Setup nicht herum. Erst mit Studioblitzgeräten und dezidierten Lichtformern lassen sich Winkel, Charakteristik und Stärke des Lichts vollständig unabhängig steuern. So sind auch komplexe und extrem zielgerichtete Lichtstimmungen möglich. Natürlich bedingt ein solches Set-up eine Investition in die nötige Ausrüstung und setzt ein gewisses Know-How voraus. Man sollte sich zudem bewusst sein, dass komplexe Lichtsetups viel Platz und Zeit für den Auf- und Abbau brauchen.

Wer diesen Aufwand nicht scheut, dem eröffnet sich eine weite Welt an Möglichkeiten für eine individuelle Ausleuchtung und damit ein eigener Bildstil. Kurz: Produktfotografie auf höchstem Niveau. Erst so können Sie auch feine Texturen zur Geltung bringen, Details herausarbeiten und Objekte regelrecht zum Leben erwecken. Das ist für Food-Fotografie auf höchstem Niveau oder für Produkte mit komplexen und reflektierenden Oberflächen wie zum Beispiel Uhren und Schmuck absolute Pflicht.

 

 

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